Mountainboarden ist ganz einfach gesagt eine Mischung aus Snowboarden und Skateboarden, wobei sich die Fahreigenschaften doch schon deutlich unterscheiden. Wenn im FrĂŒhling der Schnee geschmolzen ist, haben sich damals ein paar Jungs aus Amerika diese Alternative zum Snowboarden ĂŒberlegt – und seit mittlerweile zehn Jahren wird auch in Deutschland mit dem Mountainboard durch die Gegend geheizt.

Das Pro 95 von MBS frisch aus der Verpackung. So sieht ein Board spÀtestens nach der ersten Abfahrt nicht mehr aus.

Das Pro 95 von MBS frisch aus der Verpackung. So sieht ein Board spÀtestens nach der ersten Abfahrt nicht mehr aus.

Woraus besteht ein Mountainboard?

Mountainboards werden von verschiedenen Herstellern produziert, wobei jedoch bei jedem Board die folgenden Komponenten gleich sind. Das Deck ist die FlĂ€che, auf dem der Boarder steht. Je nach Wunsch und Vorliebe haben diese eine unterschiedliche FlexibilitĂ€t (Flex) – genauso wie eine unterschiedliche LĂ€nge.

Damit der Fahrer wĂ€hrend der Fahrt den Halt nicht verliert, sind auf dem Deck Bindungen montiert. Es gibt zwei verschiedene Arten von Bindungen: Die Erste sind die Snowboard-Bindungen, die den Fahrer so fest mit dem Board verbinden, dass er nicht abspringen kann. Die hĂ€ufiger verwendeten Bindungen sind allerdings steife Schlaufen, in die die FĂŒĂŸe nur hineingeschoben werden. Dadurch wird ein fester Halt erreicht, da der Fuß gegen Bewegung nach oben fixiert wird, der Fahrer aber trotzdem in der Lage ist, seitlich abzuspringen.

Um ĂŒber verschiedene Hinternisse und UntergrĂŒnde zu fahren, besitzt ein Mountainboard luftgefĂŒllte RĂ€der/Reifen. Je nach Untergrund kann zwischen verschiedenen profilierten Reifen gewĂ€hlt werden wobei der Luftdruck (~2,5 Bar) entscheidend ist fĂŒr die Beschleunigung und Geschwindigkeit da so der Rollwiderstand beeinflusst wird. Die Position der Reifen ist seitlich neben dem Deck, welche durch verlĂ€ngerte Achsen möglich gemacht wird, um so den Schwerpunkt des Fahrers so niedrig wie möglich zu halten und so eine stabile Fahrlage zu garantieren.

Damit das Lenken auch funktioniert, besitzt ein Mountainboard Achsen. Die RĂ€der sind auf den Achsen montiert, wofĂŒr am Anfang herkömmliche Skateboard-Achsen verwendet wurden. Sie bestehen aus Aluminium und werden heute meistens beim Kite-Landboarding und beim Downhill verwendet. Inzwischen wurden aber auch sogenannte „Channel-Trucks“ entwickelt. Sie bestehen meist aus Stahl und sind daher schwerer als die Skateboard-Achsen. Die Channel-Trucks sind mit individuell verstellbaren StoßdĂ€mpfern und Federn ausgestattet, wodurch das Mountainboard laufruhiger wird.

Was kann man mit einem Mountainboard machen?

„Einen Berg/Wiese herunterfahren“ wĂ€re eindeutig eine zu einfache Antwort. Beim Mountainboarden unterscheidet man daher verschiedene Disziplinen bis hin zu Anwendungsmöglichkeiten.

Durch die Verwandtschaft zum Snowboarden war der Downhill die ursprĂŒngliche Art des Mountainboardens. Im Prinzip entspricht es dem alpinen Snowboarden, bei dem der Hang abgefahren wird und diverse SprĂŒnge ĂŒber Schanzen (Kicker) gemacht werden.

Der Downhill abseits offizieller Pisten, beispielsweise durch ein Waldgebiet, wird als Freeride bezeichnet. Im Wettkampf wird in der Disziplin „Downhill“ auf einer vorgegebenen Strecke alleine gegen die Uhr gefahren, um so die Platzierungen fĂŒr den „Boarder-X“ festzulegen.

Beim Boarder-X treten mindestens zwei Fahrer auf einer vorgegeben Strecke im K.o-System gegeneinander an. Im Gegensatz zum „Downhill“ kommt es hier hĂ€ufig zu KörperberĂŒhrungen und Kollisionen welche auch fĂŒr die Zuschauer die Spannung erhöhen da der Ausgang eines Durchgangs dadurch hĂ€ufig in letzter Sekunde noch entschieden werden kann.

Der Freestyle, bei dem der Fahrer diverse Tricks und SprĂŒnge macht, wurde von den Skateboardern entwickelt. Die verwendeten oder einbezogenen Hindernisse, Schanzen und Halfpipes werden unter dem Oberbegriff Obstacle zusammengefasst.

Ein Großteil der Mountainboarder sind Kitelandboarder und betreiben somit das Kiteboarding. Bei diesem Stil lĂ€sst man sich von sogenannten Lenkmatten (stablose Drachen) ziehen. Diese bauen eine enorme Zugkraft auf, sodass man bei genĂŒgend Wind meterhohe und -weite SprĂŒnge machen kann. Man kann es im Prinzip als Kitesurfen auf dem Land sehen.

Mit Inhalten aus dem Wikipedia-Artikel ĂŒber das Mountainboarden.